Vortrag & Diskussion mit Prof. Dr. Martin Nagl-Cupal, DSAin. Bettina Pußwald, MSM. Diskussion: Mag.a Helene Dohr, DGKP Sylvia Schrötter-Lang
Wenn ein Mensch pflegebedürftig wird, übernimmt meist die Familie die Betreuung – oft über viele Jahre hinweg. Die Rolle pflegender Angehöriger ist vielschichtig: Sie umfasst praktische Aufgaben, emotionale Verantwortung, Erwartungen von außen und soziale Zuschreibungen, die sich je nach Beziehung und Krankheitsverlauf verändern. Pflege kann Nähe vertiefen, führt aber ebenso zu Überforderung, Konflikten und Belastungen, die das gesamte Familiensystem betreffen.
Diese Session beleuchtet, wie Pflegebeziehungen entstehen, wie sie sich im Verlauf verändern und welche Dynamiken dabei sichtbar werden. Gleichzeitig wird deutlich, wie wichtig ein stabiles Unterstützungsnetzwerk ist – eines, das aktiv aufgebaut, gepflegt und immer wieder an neue Bedingungen angepasst werden muss.
Im Mittelpunkt stehen unter anderem:
• wie familiäre Beziehungen Pflege prägen – und umgekehrt
• typische Konflikte und Belastungen im Pflegealltag
• Erwartungen, Rollenbilder und individuelle Ressourcen
• Strategien, die Angehörige entlasten und Beziehungen stärken
Ein tiefgehender Rückblick auf eine Diskussion, die zeigt, wie anspruchsvoll familiäre Pflegebeziehungen sind – und wie wichtig es ist, Angehörige zu unterstützen, zu stärken und sichtbar zu machen.
Hier geht es zum Praxisimpuls auf Youtube: