Pflegende Angehörige sind eine tragende Säule im österreichischen Pflegesystem. Sie leisten täglich Enormes – meist im Verborgenen und ohne Unterstützung. Pflege beginnt oft schleichend mit kleinen Hilfestellungen im Alltag, die sich allmählich zu umfassender Betreuung entwickeln. Viele Menschen erkennen sich erst spät als pflegende Angehörige – Unterstützungsangebote bleiben ungenutzt und die Belastung steigt.

Damit Hilfe nicht erst kommt, wenn die Belastung zu groß ist, braucht es Strategien zur frühzeitigen Erreichbarkeit. Pflegende Angehörige sind eine heterogene Gruppe und in allen gesellschaftlichen Bereichen vertreten – unabhängig von Alter, Geschlecht, Herkunft oder Lebenssituation. Um sie wirksam zu erreichen, braucht es zielgerichtete Ansätze, die die Realität der Betroffenen berücksichtigen.

Im Mittelpunkt der Diskussionsrunde steht die Frage, wie pflegende Angehörige frühzeitig und wirksam angesprochen werden können. Welche Kanäle und Formate funktionieren in unterschiedlichen Lebenslagen? Welche Akteur:innen, Synergien und Kooperationen braucht es, um pflegende Angehörige zu unterstützen, bevor es brennt?