Wenn Hitze zur Belastung wird

Ein Beitrag von Beatrix, Diplomierte Gesundheits- und Krankenpflegerin und Beraterin bei Alles Clara

Die aktuelle Hitzeperiode stellt viele Menschen in Österreich vor große Herausforderungen. Besonders pflegende Angehörige und Personen mit geschwächter Gesundheit spüren die Belastung deutlich: hohe Temperaturen erschweren den Alltag, beeinträchtigen den Schlaf und können bestehende Erkrankungen verschlimmern.

Beatrix, DGKP und Beraterin bei Alles Clara, begleitet seit vielen Jahren Menschen in herausfordernden Pflegesituationen. In ihrem Beitrag erklärt sie, warum Hitze so belastend ist und welche einfachen Maßnahmen im Alltag helfen können, gut durch die warmen Tage zu kommen.

Dieser Artikel stammt von Beatrix. Sie ist diplomierte Gesundheits- und Krankenpfleger:in und Beraterin bei Alles Clara.

Hitze betrifft uns alle. Manche aber besonders

Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zu intensiven Hitzewellen. Jeder von uns leidet darunter, denn selbst junge und gesunde Menschen können überlastet werden. Besonders stark betroffen sind jedoch Menschen mit Vorerkrankungen oder geschwächter Gesundheit.

Was hilft im Alltag

Wenn möglich, sollte der Tagesablauf an die Hitze angepasst werden. Aktivitäten lassen sich oft gut in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen. Wichtig ist außerdem, ausreichend zu trinken. Wasser oder lauwarmer Tee sind ideal.

Wichtig ist für alle, auch an den Hautschutz zu denken und regelmäßig Sonnencreme aufzutragen – besonders auf exponierte Stellen wie Ohren, Nase und den Fußrücken, wenn wir offene Schuhe tragen.

Ältere Menschen schwitzen oft weniger und können dadurch Wärme schlechter ausgleichen. Deshalb lohnt es sich, auch an äußerliche Wasseranwendungen zu denken:

  • kühle Umschläge auf Nacken, Armen oder Beinen
  • ein Fußbad mit lauwarmem Wasser

Wichtig: Kühlakkus niemals direkt auf die Haut legen – sie können zu Hautschädigungen führen.

Medikamente im Blick behalten

Wer Medikamente einnimmt – etwa bei Bluthochdruck, Diabetes, Herzerkrankungen oder Diuretika – sollte mit der behandelnden Ärztin oder dem Arzt besprechen, ob eine Anpassung der Dosierung sinnvoll sein könnte. Hitze kann die Wirkung mancher Medikamente beeinflussen.

Die Wohnung kühl halten

Leichte Kleidung und eine möglichst kühle Wohnumgebung helfen, den Körper zu entlasten. Auch der Schlaf leidet oft unter warmen Nächten. Deshalb empfiehlt es sich, den Schlafbereich so kühl wie möglich zu halten und atmungsaktive Bettwäsche sowie Schlafkleidung zu verwenden.

Warnzeichen ernst nehmen

Plötzlich auftretende Beschwerden sollten immer ernst genommen werden – sowohl bei einem selbst als auch bei anderen Personen. Kommt es zu Bewusstseinseintrübungen, Atemnot oder stark erhöhtem beziehungsweise stark erniedrigtem Blutdruck, muss sofort der Notruf gewählt werden.

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